Aussprache über die Auswirkungen der Berliner Steuerentscheidungen auf den Haushalt der Stadt Bad Nauheim

   


Antrag:

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die CDU-Stadtverordnetenfraktion stellt fest, dass die Auswirkungen von fragwürdigen Entscheidungen der Bundesregierung auf den Haushalt der Stadt und damit auf die von Unterstützung abhängigen Vereine und Verbände noch nie so groß war, wie im gegenwärtigen Zeitpunkt. Nach ihrer Auffassung ist es das Gebot der Stunde, dass alle politischen Gruppierungen der Stadtverordnetenversammlung gemeinsam nach Wegen suchen, den Weiterbestand des sozialen, sportlichen und kulturellen Lebens in unserer Stadt sichern zu können. Über diese Thematik wird eine offene Aussprache beantragt, in der alle Ideen und Gedanken für die weitere Entwicklung gesammelt werden sollen.
 

Begründung:

Noch nie sind die nachgeordneten Instanzen direkt nach einer Bundestagswahl mit derart gravierenden Einschnitten bei den Einnahmen des laufenden Haushalts konfrontiert worden. "Völlig überraschend" tat sich nach der Wahl eine gigantische Eichel-Lücke auf. Nach den derzeit vorliegenden Zahlen fehlen seit Ende Oktober gegenüber den Zahlen der letzten Steuerschätzung jetzt rund 1,3 Mio. €, ein Einbruch ohne Gleichen. Das wird aber noch nicht das Ende sein. Im kommenden Jahr ist eine Erholung bei den Einnahmen nicht abzusehen, es wird eher noch schwieriger werden.

Die zurückgehenden Einnahmen werden gleichzeitig mit kräftigen Eingriffen der rot-grünen Bundesregierung garniert, die sich heftig aus dem Gemeindehaushalt bedient. Die Besteuerung auf das für die Beheizung der Gemeinschaftseinrichtungen benötigte Erdgas wird um 58% erhöht. Wie sollen die Auswirkungen auf den Gemeindehaushalt kompensiert werden? Welche Erhöhungen werden sich bei der Bewirtschaftung der städtischen Einrichtungen durch die "Weiterentwicklung" der Öko-Steuer noch ergeben?

Es stellen sich viele weitere Fragen. Wir erwarten eine Aussprache, in der Ursachen und Wirkungen aufgezeigt und Auswege aus der schwierigen Lage gesucht werden.

 

(17.11.2002)  |  Seite drucken