|
CDU-Fraktionschef Dietz: Verhalten von Bernd Witzel ist eines
Bürgermeisters unwürdig
[15.01.11]
„Das politische Programm des derzeitigen Bürgermeisters ist simpel: Alles
soll nach seinem Kopf gehen, Demokratie ist von Übel, für Erfolge ist
allein er verantwortlich, an Misserfolgen sind alle anderen Schuld“, mit
diesen Worten wies der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtparlament,
Klaus Dietz, MdL, die Vorwürfe zurück, die Bernd Witzel gegen die CDU
allgemein sowie den Ersten Stadtrat Armin Häuser im Besonderen erhoben
hat, und betonte: „Im Gegensatz zum Bürgermeister leistet Armin Häuser
hervorragende Arbeit. Er verwaltet in schwieriger Zeit die Finanzen
geschickt und solide. Nur ihm haben wir es zu verdanken, dass Bad Nauheim
finanziell noch vergleichsweise gut da steht.“
Typisch für Witzel sei, dass er zwar stets heftig austeile, selbst aber
nicht im Stande sei, Kritik anzunehmen. „Seit Jahren beleidigt der
Bürgermeister regelmäßig Bürger und Stadtverordnete, die nicht seiner
Meinung sind. Er erhebt aus der Luft gegriffene Anschuldigungen und stellt
frei erfundene Behauptungen auf. Im Grunde beansprucht er für sich
Narrenfreiheit“, erklärte Dietz. Dieses Verhalten sei eines Bürgermeisters
unwürdig.
Auch jetzt agiere Witzel populistisch mit wilden Spekulationen: „Um von
seinem eigenen Vorschlag zur Erhöhung der Kindergartengebühren abzulenken,
behauptet er einfach, Häuser hätte die Gebühren drastisch heraufsetzen
wollen. Das ist schlicht gelogen“, so Dietz. Häuser habe für die Gebühren
einen Prozentsatz der tatsächlichen Ausgaben festlegen lassen wollen, und
zwar im Einvernehmen mit den Elternbeiräten der Kindergärten. „Im
Gegensatz zum Bürgermeister poltert Häuser nicht laut herum, sondern sucht
den Dialog“, erklärte Dietz. Dieses Vorgehen sei vielleicht nicht
besonders spektakulär, dafür aber verlässlich.
Verlässlichkeit sei wichtig in der Politik, wie man an der Trinkkuranlage
erkennen könne. Die CDU-Fraktion teile da Armin Häusers Meinung: Für die
Sanierung könne nur das Geld ausgegeben werden, das auch im Haushalt zur
Verfügung stehe. Der Verweis auf teure Gutachten sei völlig unerheblich.
„Wir könnten sicher auch 15 oder 20 Millionen Euro in die Sanierung der
Trinkkuranlage stecken. Das Ergebnis wäre bestimmt ganz super“, so Dietz.
Entscheidend sei aber nicht das, was man sich wünsche, sondern das, was
möglich und finanzierbar sei: „Hätte Armin Häuser den Bürgermeister bei
Eisstadion und Trinkkuranlage nicht gestoppt, hätte die Stadt jetzt kein
funktionierendes Eisstadion, dafür aber zwei Millionen Euro mehr Schulden
am Bein.“
Von sich ablenken will Witzel nach Dietz’ Ansicht auch beim Thema
Straßenreinigungsgebühren. „Der Kur- und Servicebetrieb hat erst jahrelang
die Auflistung von neu bebauten Grundstücken versäumt und vor drei Monaten
dann der Steuerabteilung fehlerhafte Berechnungsgrundlagen geliefert. Der
KuS ist Bürgermeister-Dezernat, also trägt der Bürgermeister die
Verantwortung für das Dilemma. Es wäre schön, wenn Bernd Witzel sich dazu
durchringen könnte, einmal zu seiner Verantwortung zu stehen“, erklärte
Dietz.
|