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Trotz „Bedenken“ kein Widerspruch: CDU-Fraktionsvorsitzender wertet
Witzels Verhalten in der Haushaltsdebatte als „poltriges Herumgeeiere“
[21.01.11]
„Mit seinem poltrigen Herumgeeiere verletzt Bürgermeister Bernd Witzel
entweder seine Amtspflichten oder das Wahrheitsgebot“, dieses Fazit zieht
der Vorsitzende der CDU-Stadtverordnetenfraktion, Klaus Dietz, MdL, aus
der aktuellen Haushaltsdebatte.
Zurzeit gebe es zwei Möglichkeiten, so die Erläuterung des
Christdemokraten. Erste Variante: Der Haushalt erfülle die rechtlichen
Auflagen nicht und rechtliche Bedenken wären tatsächlich angebracht. Dann
wäre Witzel entsprechend seinem Diensteid verpflichtet, Widerspruch gegen
den Haushaltsplan einlegen. „Dies hat er innerhalb der Vier-Wochen-Frist
nicht getan“, stellte Dietz fest.
Zweite Variante: Witzel habe versucht, Kämmerer Armin Häuser in Misskredit
zu bringen. „Wir vermuten, dass genau dies der Fall ist“, betonte Dietz.
Genährt werde der Verdacht durch die Weigerung des Bürgermeisters, sein
Schreiben an die Kommunalaufsicht herauszugeben. „Man muss nicht besonders
schlau sein, um Fragen so zu stellen, dass man die Antwort bekommt, die
man haben will“, erklärte Dietz. Wenn Witzel der Kommunalaufsicht
Suggestivfragen gestellt habe, um ganz bestimmte Antworten zu erhalten,
sei klar, warum er diesen Brief nicht vorzeigen wolle.
Beurteilen kann die Kommunalaufsicht den Haushaltsplan nach Aussage von
Dietz derzeit überhaupt nicht. Der Grund: Er liegt ihr noch gar nicht vor.
Dietz: „Der Haushaltsplan wurde am 16.12. beschlossen. Damit er genehmigt
werden kann, müssen zusätzliche Unterlagen eingereicht werden,
beispielsweise die Personalstatistik zum 31.12.2010. Die Anfragen des
Bürgermeisters datieren vom 17. und 20.12. Die Statistiken für 2010 werden
aber gerade jetzt erst fertig gestellt. Deshalb kann der Haushaltsplan der
Kommunalaufsicht auch erst Ende Januar vorgelegt werden.“
Witzels Verhalten bewertete der Christdemokrat als „ebenso mimosenhaft wie
unlogisch“. Er habe ganz offensichtlich „den Boden der Realität längst
verlassen“ und fühle sich mit seinem „sehr eigenwilligen
Demokratieverständnis“ weder den gewählten Stadtverordneten noch der
Bürgerschaft gegenüber verpflichtet. |