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Stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Kerstin Eisenreich
widerspricht Sinan Sert: „Armin Häuser wollte Kindergartengebühren nicht
erhöhen“
[21.01.11]
Als „bewusste oder unbewusste Fehlinterpretation“ hat die stellvertretende
Vorsitzende der CDU-Stadtverordnetenfraktion, Kerstin Eisenreich, die
Behauptungen des SPD-Bürgermeisterkandidaten Sinan Sert zurückgewiesen,
Kämmerer Armin Häuser (CDU) habe die Kindergartengebühren erhöhen wollen.
„Vielleicht ist dies in der Politik ungewohnt, aber Armin Häuser hat genau
gemeint, was er gesagt hat: dass er mit den Kindergarteneltern eine
verlässliche Vereinbarung abschließen möchte, die beiden Seiten
Planungssicherheit gibt. Und er hat klipp und klar gesagt, dass dies nicht
zwangsläufig eine Erhöhung der Gebühren bedeutet“, betonte Eisenreich.
Im Augenblick decken nach Eisenreichs Angaben die Kindergartengebühren
7,59 Prozent der Gesamtausgaben für die Kinderbetreuung. "Das heißt: die
Eltern zahlen 526.000 Euro, die Stadt schießt 6,4 Millionen Euro zu", so
die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Insgesamt verwende die Stadt
13,14 Prozent (also etwa ein Siebtel) ihrer gesamten Ausgaben auf die
Kinderbetreuung, während die Kindergartengebühren nur 1,19 Prozent der
Gesamteinnahmen ausmachten.
„In dieser Situation hat Armin Häuser zwei Dinge gesagt: Er hat eine
Vereinbarung mit den Eltern vorgeschlagen, um für beide Seiten
verlässliche Bedingungen zu schaffen. Und er hat sich dafür ausgesprochen,
mittelfristig in ganz Hessen den Besuch von Kindern in Kindertagesstätten
gebührenfrei zu stellen. Dies wird möglich sein, wenn es dem Land Hessen
endlich gelingt, seine gewaltigen Zahlungen in den Länderfinanzausgleich
zu reduzieren“, erklärte Eisenreich.
Bis es soweit sei, wäre auch aus Eisenreichs Sicht eine Vereinbarung mit
den Kindergarteneltern der ehrlichste Weg, um auf einem sehr emotionalen
Sektor der Kommunalpolitik nachhaltige Lösungen zu finden. „Eltern sollen
mitbestimmen können und nicht Verwaltungs- oder Parlamentsentscheidungen
vorgesetzt bekommen. Armin Häuser ist mit seinen Ideen exakt auf dem
richtigen Weg“, erklärte Eisenreich. |